Das Jugendzentrum Böllhoffhaus

 

Das Jugendzentrum Böllhoffhaus

Ansprechpartner für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, Institutionen & Jugendgruppen

 

 

 

 

 

„ Alle unsere Angebote stehen Menschen mit und ohne Behinderung unabhängig von Herkunft, Sprache, Schicht, Geschlecht oder Schuhgröße offen. Jede/r ist willkommen!“

 

 

 

Das Jugendzentrum in Erwitte ist eine städtische Einrichtung und Bestandteil des Soziokulturellen Zentrums Böllhoffhaus, welches am 25.10.1996 offiziell eingeweiht wurde. In diesem Soziokulturellen Zentrum befinden sich unterschiedliche Einrichtungen des sozialen Lebens mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Adressaten verschiedenen Alters. Das bietet die Chance, einen Ort zu haben, an dem sich unterschiedliche Generationen mit verschiedensten Interessen begegnen und arrangieren, aufeinander Rücksicht nehmen müssen und voneinander lernen können.

 

Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Erwitte und den Ortsteilen ist in den letzten Jahren stetig gewachsen. Das Jugendzentrum ist eine eigenständige Einrichtung, die sich aber verbunden sieht mit der Idee eines Soziokulturellen Zentrums.

 

Fester Bestandteil der Arbeit des Jugendzentrums sind die allgemeine Jugendpflege, Kinderferienaktionen, Kooperationen mit Schulen, dem Familienzentrum sowie weitere Kooperations- und Vernetzungsprojekte. Herzstück bleibt allerdings der Offene Treff, der für mindestens 30 Stunden in der Woche für Kinder und Jugendliche geöffnet und fachlich betreut wird. Es wird für sechs Stunden täglich ein vielfältiges Angebot auf freiwilliger Basis und ohne Voranmeldung geboten. Es stehen Kicker, Billard, Dart, Airhockey sowie ein großes Angebot an Gesellschaftsspielen kostenlos zur Verfügung. Nach Absprache und nach Alter ist sowohl die Nutzung des Internetcafés als auch die Nutzung der Playstation möglich. Regelmäßig finden besondere Angebote für die Jugendlichen statt (Kochangebote, Kicker- und Billardturniere, Tagesfahrten, Musikangebote u. a. Gitarre spielen lernen, Gewalt- /Suchtpräventionsprojekte etc.).

 

Die pädagogischen Mitarbeiter bieten den Jugendlichen unter Schweigepflicht auf Wunsch fachliche und persönliche Unterstützung in verschiedenen Situationen an (persönliche Notlagen in verschiedenen Bereichen). Sie unterstützen die Jugendlichen bei Behördenangelegenheiten, Bewerbungen und schulischen Belangen.

 

Da die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sehr unterschiedlich sind, bietet das Jugendzentrum Böllhoffhaus einen Kindertag an. An diesem Tag ist das Jugendzentrum ausschließlich für Grundschulkinder geöffnet. Hier können die Kinder alle Angebote nutzen. Durch die zusätzliche Unterstützung ehrenamtlicher Mitarbeiter am Kindertag wird dem besonderen Bedarf von Kindern nach Begleitung Rechnung getragen. Der Besuch ist selbstverständlich kostenlos. Neben dem offenen Treff findet wöchentlich ein kreatives oder hauswirtschaftliches Angebot für Grundschulkinder statt. Die Angebote werden in einem dreimonatigen Programm veröffentlicht, welches regelmäßig an allen Grundschulen verteilt wird. Ein geringer Kostenbeitrag soll gewährleisten, dass alle Kinder die Möglichkeit haben, an diesem besonderen Angebot teilzunehmen. Für diese Angebote ist eine Anmeldung erforderlich.

 

Die Kooperation mit den Schulen ist ein wichtiger und immer größer werdender Baustein der Arbeit des Jugendzentrums. Seit 1998 werden viertägige „Projekt-Five“ Kurse (Soziales Lernen) mit allen fünften Klassen der Laurentiusschule durchgeführt. Seit 2006 gibt ein ähnliches eintägiges Projekt für die fünften Klassen des Erwitter Gymnasium und ab 2015 ist außerdem ein Projekt zum Sozialen Lernen an der Sekundarschule Anröchte/Erwitte geplant. In Kooperation mit den Schulen haben in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte im Rahmen von Gewaltprävention und Selbstbehauptung stattgefunden. Im Projekt „geschlechtsspezifische Berufswahlorientierung“ finden Lebenswegplanung und Bewerbungstraining mit Schülerinnen der Klassen sieben bis neun im Jugendzentrum statt.

 

Nach Qualifizierung durch eine einjährige Fortbildung des Kreises kümmert sich das Team TaT (Team auf Tour) des Jugendzentrums auch um die Jugendlichen, die nicht selbst das Jugendzentrum aufsuchen und macht ihnen Angebote zur Gestaltung des eigenen Lebensraums innerhalb der Stadt Erwitte und den Ortsteilen.

 

Die jugendpflegerischen Vereine und die von ihnen getragenen und selbstverwalteten Jugendräume in den Ortsteilen stellen eine wichtige Ergänzung zur professionellen Jugendarbeit im Städtischen Jugendzentrum dar. Das Jugendzentrum Erwitte unterstützt und begleitet je nach Bedarf die jugendpflegerischen Vereine und Jugendgruppen in Erwitte und den Ortsteilen.

 

Das Jugendzentrum Erwitte koordiniert und moderiert das Netzwerk Forju. An diesem Netzwerk sind Fachkräfte aller Institutionen im Bereich der Jugendhilfe, Bildung, Ordnung und Sicherheit beteiligt.

 

Seit 2010 kooperiert die Stadt Erwitte mit der Gewaltakademie und dem Kirchenkreis Soest. Sie ist Standort für die Ausbildungsgruppe Soest/Erwitte für pädagogische Fachkräfte, welche dort einjährig zu „Deeskalationstrainern Gewalt und Rassismus“ ausgebildet werden. Viele Fachkräfte aus Erwitte und Umgebung (Lehrer, Schulsozialarbeiter u.a.) sind dort bereits ausgebildet worden und es ist ein gutes Netzwerk für gewaltpräventive Maßnahmen entstanden.

 

Durch die Qualifikation der Mitarbeiter bietet das Jugendzentrum Böllhoffhaus auch Eltern die Möglichkeit der Hilfe und Unterstützung im Erziehungsalltag. Hier werden in Kooperation mit Schulen oder dem Familienzentrum Triple P Elterntrainings (Training zur Stärkung der Erziehungskompetenz von Eltern) angeboten. Nach telefonischer Absprache sind auch Einzelgespräche möglich. Durch das Wissen über verschiedene Hilfemöglichkeiten kann so gemeinsam nach individuellen Lösungen gesucht werden.

 

Von Beginn an hat sich das Jugendzentrum Böllhoffhaus am Erwitter Ferienspaß in den Sommerferien mit unterschiedlichen Aktionen beteiligt. Nachdem es sich anfangs ausschließlich um Angebote für Jugendliche handelte, werden seit einigen Jahren auch unterschiedliche Aktionen für Grundschulkinder angeboten.

 

Es gibt auch das Patenprojekt „Atempause“ für Kinder aus Erwitte, deren Eltern wegen einer belastenden Situation (Erkrankung, Trauerfall, belastende Lebensumstände) nicht in der Lage sind, den Bedürfnissen ihres Kindes ausreichend gerecht zu werden.

 

Seit 1998 führt das Jugendzentrum regelmäßig in den Oster- und Herbstferien und zeitweise auch in den Sommerferien Kinderferienaktionen für Grundschulkinder durch. Dieses Angebot richtet sich als Ferienangebot an die Kinder aber auch an deren berufstätige Eltern, denen zu Ferienzeiten so eine weitere Betreuungsmöglichkeit ihrer Kinder ermöglicht wird.